Sieberg (1932a)

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Capitel 31 - Asien (CHAPTER 31 - ASIA)






Tabelle 150

Wichtigere Erdbeben der Arabischen Halbinsel (ARABIAN PENINSULA)







497. In Arabien sehr grose Erdbeben.)

631. Erdbeben in Arabien. vieileicht im Zusammenhang mit den vulkanischen Ausbruchserscheinungen hei kheiber im gleichen Jahre.)

640. Einein in Arabien weiter ausgebreiteten Erdbeben, das in Medinit und Uni- gegend besonders kraftig auftrat, folgten vulkanische Ausbruchserscheinungen bei Suarikije.)

867. Ein kraftiges Erdbeben mit Fehssturz, zu Mekka. Wahrscheinlich 10. Jahrhundert, gegen Pede. Ausbruch der Harnt west hch von Jembo.)

Ende 1121 oder Anfang 1122. Ein Erdbeben beschadigt die Hauptmoschee zu Mekka.)

1166. Lavaergua bei Medina nach vorbereitenden Erdbeben.)

1253. Groser Vulkanausbruch bei Aden. Erdbeben sind nicht erwahnt, darften aber nicht gefehlt haben.)

1256, Anfang oh. Einer Reihe von Erdstößen 211 Medina, die am 6. Häuser zum Einsturz brachten. folgte am gleichen Tage im benachbarten Wadi Scheta ein Vulkanausbruch. Seine Wolke blieb fünf Tage lang sichtbar; ein Lavaerguß erfüllte die Täler der Nachbarschaft.)

1400, Februar, 20. Erdbeben in Femen mit Zerstörung Von Städten in der Gebirgsgegend.)

1631, im Juli. Ein Erdbeben, das auch in Medina gefühlt würde, zerstörte zu Mekka Häuser und eine Moschee.)

1845, Oktober, 31. Aus dein Gipfelkrater des Inselvulkans Tair im südlichen Roten Meer stieg weißer Rauch auf.)

1846, August, 14. Auf dein Roten Meer geriet ein Schiff durch Seebeben in Gefahr.)

1884, Anfang März. In der Gegend von Maskat und Nedjed zerstörte ein Erdbeben neun Dörfer; gewaltig klaffende Bodenrisse. Weithin 11111 Persischen Meer- busen gefühlt.)






Tabelle 151

Alttestamentliche Erdbeben (OLD TESTAMENT EARTHQUAKES)







Gegen 2000 v. C h r. Am Südende des Toten Meeres versank die Osthälfte des heutigen Djebel Usdum (Sodomsberg) samt dem Tal Siddiin an einer Verwerfung; Erdbeben dürften dabei nicht gefehlt haben. Vermutlich durch eine Seismische Woge ertrank ein Teil des fliehenden Heeres der Könige von Sodom und Gomorrha,

Kurz vor 1900 v. Chr. Ein Erdbeben zerstörte im Schwennnland der Sebella- Niederung am Südende des Toten Meeres die Städte Sodom, Gomorrha, Zeboun und Adama, wobei verschüttete Herdfeuer die Trümmer in Brand setzten. Zoar, wohin sieh Lot rettete, auf dein festen Fels des moabitischen Gebirgs- banges gelegen, blieb unversehrt. Die Sage von Lots versteinertem Weib geht auf Salzsäulen von auffälligen Formen zurück, die sich durch Verwitterung am Djebel Usdum auch heute noch bilden. (I. Mosis 19.)

1220 v. Chr.. im 'März oder April. Als beim Auszug aus Ägypten die Israeliten das .,Schilfmeer", den heute Sehcha Bardawil genannten Sirbonisehen See, auf der Nehrung durchschritten hatten, die die Lagune gegen das Mittelländische Meer abgrenzt, vernichtete eine von den dort nicht seltenen Seismische Wogen 'das nachdrängende Heer der Ägypter. (11. Mosis 13.)

1220 v.Chr., im Sommer. Zur Zeit eines von lautem Getöse begleiteten Erdbebens und während eines -Sandeturmes erfolgte lic Gesetzgebung auf dem Berge Sinai, der im Granitgebirge oder in der Kalksteintafel der Sinaihalbinsel zu suchen ist. (II. Mosis 19.)

Nach 1218 v. Chr. Schweres Erdbeben Mit Herd im Bruchgebiet des Djebel el- Makrah verschuldete bei der Oase Karies Bantea den Untergang der aufrührerischen Rotte Korah unter Dathan und .4Itiram. (IV. Mosis 12 und 16.)

1180 v. C h r., im Frühjahr. Der Sog einer Seismischen Woge des Toten Meeres legte vorübergehend die Jordanmündung trocken, als die Israeliten mit der Bundeslade vom Moabitischen Hochland (Transjordanien) niedergestiegen waren. Als wenige Wochen später eilt Erdbeben mit lautem Getöse, den Posaunen von Jericho, auf dem westlichen Bruchrand des Jordangrahens die Mauern von ‚Jericho unigeworfen oder wenigstens schwer beschädigt hatte, vermochten die in Palästina eindringenden Israeliten unter Josuas Führung die Stadt zu erobern. (Josua 6, 20.)

Gegen 1100 v. Chr. Etwa uni die Zeit von Simsons Tod zerstörte ein Erdbeben die Philisterstadt Gasa samt dem Dagontempel, wobei viele Menschen umkamen. (Richter 16. 20-31.)

- Gegen 10-10 v. Ohr. Häufigere Erdbeben mit zahlreichen Toten in der Ebene Schephala und am Gebirgshang, als die Philister den Israeliten hei. Aphek die Bundeslade fortnahmen. Das Dagonbild im Tempel zu Asdod fiel zweimal uni und zerbrach. (I. Samuelis 4.)

1020 v. Chr. Schreckenerregendes Erdbeben iut Bergland von Judäa, als während Sauls Krieg Jonathan das Philisterlager bei 31iehinas überrumpelte. (1. Sam. 13.)

856 v. Ch r. Ein Erdbeben zerstörte die Mauem von Apliek und begrub 27000 Mann unter diesen, als Ahab dort die Syrer unter Henhadad von Damaskus schlug. Wahrscheinlich war es das gleiche Erdbeben, das der Prophet Elias am Berg Sinai verspürt hatte auf seiner Flucht vor Jesebels Rache wegen der Tötung der Baalspriester. (1. Könige 20 und 19.)

Gegen 745 v. Chr. Filter der Herrschaft des Königs Usia in Palästina und Transjordanien schweres Erdbeben; angeblich mehrere tausend Tote. Am OlbergW verlaufende Spalte, Erdschlipfe im Ilinnomtal, sonst im Lande zahlreiche Felsstürze. (Zacharias 14, Amos 1, Josephus Antiqu. ‚lud. 59, 2.)

Gegen 730 v. Chr. Jesajus redet von einem Erdbeben in Judäa, anscheinend auch in iNloab, mit großen Zerstörungen, Erdspalten und vielen Menschenopfern. Vielleicht bloß drohende Prophezeiung.






Tabelle 152

Wichtigere Erdbeben Palästinas und Syriens (MORE IMPORTANT EARTHQUAKES OF PALESTINE AND SYRIA)







Gegen 525 v. Chr. Zerstörung von sühnt (Sahla) und einer nördlich davon gelegenen Stadt ‘lurch schweres Erdbeben mit Seismischer Woge. Angeblich bis zu den Kykladen und Euböa gefühlt.

140 v. Chr. Nach dem Siege Tuphons h her den Diadoehenführer Sarpedon vernichtete am Strande zwischen Tyrus (Sur) und Ptolemais (Akka) eine Seismische Woge einen Trupp der Verfolger.

117 v. Chr. ln Judäa großes Erdbeben mit zahlreichen Nachstößen während mindestens eines Monats.

69 v. Chr. Ein Erdbeben in Syrien zerstörte Antiochia (Antakije) und viele andere Städte. angeblich 17000 Tote. Außer Palästina wurde auch Salamis (Famagusta) auf Cypern erschüttert.

81 v. Chr. im Frühjahr. Zerstörendes Erdbeben am Genezaretbsee, vor allein zu Rabat (Tabarije) und Sarona ; viele Tote und Verwundete. Gefühlt bis über Jerusalem hinaus.

30, April, 7. Bei Christi Kreuzigung Erdbeben kleinen Schüttergebietes in Judäa, mit leichten Gebäudeschäden zu Jerusalem. 1111 Felsen Golgatha entstand eine Spalte, die heute noch in der Grabeskirche sichtbar ist. Zwei Tage später nette Erdstöße.

53. Ein Erdbeben mit weit ausgebreitetem Schüttergebiet in Syrien. In Antiochia wurden u. a. der Diana- uml. der Ilerkulestempel zerstört. Ferner werden Zerstörungen gemeldet aus Ilierapolis (Membidsch), Laodicea (Ladikije) und Apamea (Kalat el-Mudik).

233. Schweres Erdbeben in Syrien mit Zerstörungen in Damaskus.

806, im Winter. Zerstörung von Tyrus und Sidon; auch in Jerusalem gefühlt.

334. Ausgebreitetes Erdbeben in Syrien und dein näheren Orient, mit Zerstörung von Antiochia. Angeblich 40 000 Tote und Verwundete.

348. Zerstörendes Beben an der syrischen Küste, wobei vor allein Berytus und Aradus (Ruad) litten.

362, vor Juni. Schweres Erdbeben mit Seismischer Woge am Toten Meer.: Zerstörung von Areopolis (Rabbath Moalt) und Kir Moab (El-Kerak) in Transjordanien. Schwer litt der Tempel in Jerusalem, und auf seinen Trümmern brach eine Feuersbrunst aus.

425. Zerstörendes Erdbeben in Palästina, bis nach Ägypten tun gefühlt. Zu Er- , Ramlelt ein Drittel der Häuser vernichtet, Zerstörungen an der Stadtmauer von Jerusalem.

525, Mai, 29. Zerstörung von Berytus und Biblos, schwere Schiiden in Sidon. In Antiochia noch kräftige. Stöße. Abermalige Zerstörung des neuerbauten Berytus im Jahre 529.

528, November, 29. Zerstörung von Antiochia, Pompejopolis, Seleukia und Daphne; 4900 Tote. Große Erdspalten in Pompejopolis.

551 Juli, 9. Abermalige Vernichtung von Berytus durch ein Erdbeben, das bis Ägypten, Arabien und Mesopotamien gefühlt worden sein soll. Eine Seismische Woge versenkte viele Schiffe. Vgl. Fig. 436..

Gegen 710. Kräftiges Erdbeben in Palästina. Auf dein Tempelberge Ah 711 Jerusalem stürzte der Ostteil der alten Aksa-Moschee zusammen. Anscheinend auch in Syrien und Ägypten gefühlt.

746, Januar, 18. Ein Erdbeben in Judäa und Samaria zerstörte angeblich 600 Ortschaften und tötete viele Menschen. Kräftige Schiiden in den Klöstern am Nordende des Toten Meeres, geringere in Jerusalem. Zahlreiche Bergstürze. Seismische Woge an der Meeresküste versenkte eine Anzahl Schiffe. Zum Schüttergebiet soll neben Syrien und Ägypten auch Mesopotamien gehört haben.

756, M a i, 3. Zerstörendes Erdbeben in Palästina. In Jerusalem stürzten weitere Teile der Aksa-Moschee ein. Gefühlt auch in Antakije und Haleb. Zwischen 775 und 780. In Judäa zerstörendes Erdbeben. Zu Jerusalem wurde auf dem Berge Moria der Felsendom Kubbet es-Sachra beschädigt.

859, April, 8. Schweres Beben iu Nordsyrien, fast völlige Zerstörung von Laodicea, turd Arrtiochia. D-crifemliel in Jerusalem Ilit leielite Schäden. Gefühlt in Kleinasien, Armenien, Mesopotamien und Agenten.

963. Jul i , 2 2. In Asas und zahlreichen Dörfern der Umgegend Erdbebenzerstörungeu.

991, April, 5. Schweres Erdbeben mit Seismischer Woge iu Syrien, das bis Ägypten verspürt wurde; Zerstörungen in Damaskus.

1016. Ein zerstörendes Beben iu Judäa brachte zu Jerusalem die Kuppel des Felsendoms zum Einsturz.

1029, Januar, 2 0. Damaskus zur hälfte von Erdbeben verwüstet.

1033, M ärz, 6. 1m Süden Palästinas Der el-Balah völlig niedergelegt ; Zerstörungen und Schäden zu Gasa, Askalon und bis nach Jerusalem hin. Seismische Woge vernichtete Akka zur Hälfte. Angeblich 7000 Tote. Auch in Ägypten und Syrien verspürt.

1042, August, 21. Schwere Zerstörungen in Palmyra (Tedniur) mit großem Schadengebiet ; angeblich 50 000 Tote. Heftig auch in Baalbek. Bis Persien und Ägypten gefühlt.

1067, April, 20. Ein Erdbeben zerstörte (lie Hafenstadt Ailat, deren Trümmer sich in unmittelbarer Nähe des heutigen El-Akaba befinden. Die Ruinen der antiken Hafenstadt Esjon Geber liegen infolge von Verbindung des nördlichen Akabagolfes 50 km landeinwärts, an einem Salzsumpf.

1059. In Palmyra abermals schwere Verwüstungen.

1114. August, 10. Zerstörendes Erdbeben in Anticiellia mit großem Schaden- und Schüttergebiet. Vgl. Fig. 436..

1151. Zerstörendes Beben im Nakrura und Hauran, genannt werden bloß schwere Schäden in Bosra. Großes Schüttergebiet, zum mindesten in Syrien.

1170. Juni, 29. Zerstörendes Erdbeben in Laodicea und Gabala mit großem Schaden und Zerstörungsgebiet. Vgl. Fig. 436.

1201. Zerstörungen in Hems mid am Kurdenschloß sowie namentlich in Baalbek. Auch in Mesopotamien und auf Cypern gefühlt.

1202, Mai, 20. Schweres Erdbeben in Samaria und Galiläa; fast völlige Zerstörung von Nablus, schwere Schäden in Safed. Viele Tote. Bis Kus in Oberägypten, Mesopotamien und den Sporaden gefühlt. Vgl. Fig. 436.

1222. Lavaausbruch bei Killis in Nordsyrien. Erdbeben dürften nicht gefehlt haben, trotzdem sie nicht erwähnt werden.

1546. September, 29. Schweres Erdbeben in Samaria mit Zerstörung von Nablus und Er-Rani. Gefühlt bis Cypern. Seismische Woge.

1616, August, 27. Schwerste Erdbebenzerstörungen in Aleppo, wo (lie stärksten Mauern umfielen.

1656, im Februar. Tripolis zur Hälfte zerstört. Das Beben wurde auch in Palästina gefühlt.

1752, Juli, 2 1. Schwere Zerstörungen zu Laodicea mid sonst weithin an der syrischen Küste; angeblich 20 000 Tote.

1759, im Oktober. Beginn eines drei Monate dauernden Bebenschwarnies mit Herden im nördlichen ItOr und in der Bikaa. Angeblich sollen diese Beben 30 000 Menschenleben gefordert haben, davon 20 000 allein in der Bikaa. Die . beiden Hauptstöße waren: • Oktober, 30. In mit Zerstörungen in Safed und Tiberias. Vgl. Fig. 436. Novemb er , 25. In der Bikaa mit Herd bei Mar Dschirgis ; schwere Schäden zu Baalbek, namentlich an Jupitertempel. Vgl. Fig. 436.

1796. April, 26. Zerstörendes Beben in Nordsyrien, vor allem in Ladikije, wo ein Drittel der Hauser, auch die stark gebauten, einstürzten und 1500 Menschen getötet wurden.

1822, August, 13. Weit ausgedehntes Erdbeben in Nordsyrien mit fast gänzlicher Zerstörung von Antakije; 20 000 Tote.

1837, Januar, 1. Weit ausgedehntes, zerstörendes Beben mit Herd bei Safed und Tiberias. 2000-3000 Tote. Gefühlt auf Cypern. Vgl. Fig. 436.

1872. April, 2. Zerstörendes Erdbeben in Nordsyrien. wobei Sawije zu zwei Drittel, Antakije zu einem Drittel zerstört wurden; 1800 Tote.

1896, Februar, 241. Ein kräftiges Schadenbeben in Damaskus.

1903, Miirz, 30. Schweres Schadenbeben in Nablus. gefühlt his Beirut. Damaskus und Gasa. Vgl. Fig. 436.

1905, erste Dezemberhälfte. Infolge eines lokalen Erdbebens stürzten zu Has um-Kale bei Haleb zahlreiche Häuser ein.

1924, Februar, 27. Ausgebreitetes Erdbeben im Dscholan ndt Schäden bei Deraat. Vgl. Fig. 436.

1927, Juli, 11. Ganz Palästina und große Teile von Transjordanien fielen in das Schaden- und Zerstörungsgebiet eines schweren Bebens mit Ilerd bei Nablus. 242 Tote. Das Schüttergebiet reichte bis Balch, Bagdad, Luxor in Oberägypten und Symi in den Sporaden. Vgl. Fig. 438.

1928, Februar, 22. Ausgebreitetes Schadenbeben in Palästina, vor allem zu Jerusalem. Vgl. Fig. 436.







Tabelle 153

Wichtigere Erdbeben Mesopotamiens (MESOPOTAMIA)







Kurz vor 1260 v. Chr. Erdbeben in Babylon zu Moses Zeit, jedoch vor (km Auszug der Israeliten aus Ägyptell.

Gegen 600 v. (Air. Der Tempel Taras zu Sinkarah wurde zur Zeit Nebukaduezars durch ein Erdbeben zerstört.

592 v. Chr. Hesekiel erwähnt ein Erdbeben am Flusse Rebar. Gegen 550? v. Chr. Ein Erdbeben in SIISa zur Zeit Daniels.

567. In Mesopotamien ein zerstörendes Erdbeben.

718. Ein -verwüstendes Erdbeben in Edessa (Urfa) uud Umgegend.

849. Ein Erdbeben in Bagdad (vielleicht ist das palästinensische Beben vom 18. Ja- nuar 746 gemeint ?).

860, 31ai, 23. Kräftige Erdbebenzerstörungen in der Gegend von Bagdad, mit großem Schüttergebiet.

1007. Zerstörendes Erdbeben in Dijala (Ktesiphon). 10 000 Tote.

1058. Ein schweres Erdbeben zerstörte in der Gegend von Mosul viele Ortschaften. Menschen verloren das Leben.

1129. In Bagdad ein kräftiges Erdbeben..

1606. im N ovemb er. In der Gegend von Mosul, das schwere Schäden litt. wurden 5 Städte und 45 Dörfer durch ein Erdbeben aer4örL Auch in Armenien Palästina gefühlt.

1680. In der Euphratgegend bei Rawa ein kräftiges Erdbeben.

1769. Mai, 1. Große Erdbebenzerstörungen in Bagdad.

1864 im Dezember bis Januar 1865. Zahlreiche Erdbebenstöße in der Gegend von Bagdad.

1865. Februar, 4. Ein ausgebreitetes Erdbeben im Irak Arabi, am stärksten in Suk esch-Schejuk, schwächer in Basra und Bagdad.

867, April, 14. In Bagdad verursachte ein Erdbeben Schäden.







Tabelle 154

Wichtigere Erdbeben Kleinasiens (ASIA MINOR)







65 v. Chr. Zu Colossae ein schweres Erdbeben.

26 v. Chr. Fast gänzliche Zerstörung von Tralles (Aidin), Schäden bis Laodicea und Chios hin.

17. Ausgebreitetes Schadenbeben im vorderen Kleinasien. Zerstörung von Ephesus, Magnesia (Manissa). Sardes (Sart) und acht anderen Städten bis Aidin und Philadelphia (Alaschehir) hin.

29. November, 24. Nicea (Isnik) wurde zum größten Teil zerstört. Schwer auch in Nicomedia (Ismid)

60. In der Gegend des heutigen Denisli Zerstörung von Laodicea, Ilierapolis und Colossae; Schäden anscheinend auch in Apamea Kybotos (Diner).

69, Januar, 2. Zerstörung von Nicomedia.

105. Zerstörendes Beben zwischen Phokäa (Fotscha) und Aivalyk. mit großem Schüttergebiet zwischen den Golfs von Adramyti und Smyrna sowie auf den Inseln, namentlich Lesbos.

178. Verwüstung von Smyrna.

240, August, 5. Schweres Erdbeben in Cappadocien und Pontus.

290, Mai, 14. Ein heftiges Erdbeben in Tarsus.

358, August, 24. Nicomedia wird zum größten Teil zerstört, großes Schüttergebiet, bis nach 'Iakedonien hin.

362, Dezember. 2. Schwere Zerstörungen in Nicea, außerdem im stehengebliebenen Teil von Nicomedia. Schäden zu Germe und am Hellespont. Weithin gefühlt.

525. Anazarbus wurde durch ein Erdbeben zerstört.

543, September, 6. Zerstörendes Erdbeben in Cycicus (Banderma). Leichte Schäden in Konstantinopel, die Statue Justinians stürzte um.

555, August, 16. Nicomedia wurde größtenteils zerstört, dort 40 Tage lang Nach- stoße. Erhebliche Schäden auch in Konstantinopel und an seiner Stadtmauer, einige Tote. Eine Seismische Woge im Marmarameer vernichtete viele Schiffe.

1056. Zerstörendes Beben in Smyrna; bis über Konstantinopel hinaus gefühlt.

1064, September, 23. Zerstörung von Nicea. Schäden ringsum am Marmarameer. Nachstöße in Nicea zwei Jahre lang.

1115, Dezember, 25. Zerstörendes Erdbeben in Mamsell, viele Tote. Zerstörungen und Schäden auch in Samasata, Edessa, Barran und Balasch. Gefühlt bis über Mamistra und Jerusalem hinaus. 1m 12. Jahrhundert wurde zu Haliearnassos (Budrum) das 31ausolem» durch Erdbeben schwer beschädigt.

1190. Zu Karaman schweres Erdbeben.

1296, im Juni. Schweres Erdbeben in Pergamon (Berghama) und Umgegend.

1653, Februar, 23. Ein Erdbeben zerstörte Aidin zur Hälfte, 3000 Tote; anderthalb Monat lang Nachstöße. Schwere Gebäudeschäden und Zerstörungen in Tire, Gewelschek, Denisli, Sultansehair, Kajuchschek und Asine. Vermutlich damals wurde zu Didyma, südlich von 31ilet, der Orakeltempel des Apollo völlig niedergeworfen.

1668, Juli, 10. Smyrna durch Erdbeben mit nachfolgender Feuersbrunst gänzlich zerstört, 2000 Tote; gewaltige Bodenspalten, Seebeben. Zahlreiche Nachstöße.

1668, August, 18. Zerstörendes Erdbeben zu Castamuni, angeblich 1800 Tote zu Bolla. Das Schadengebiet reichte bis Amasia, Neocäsarea, Kaisarije und Angora.

1668, September, 13. Zerstörendes Erdbeben in Konia. Auch. der Taurus gehörte zum Schadengebiet. Viele Tote.

1703. In Denisli und Umgegend schwere Erdbebenzerstörungen und gewaltige Bodenrisse. Schäden anscheinend auch in Diner.

1719, Mai, 25. Fast vollständige Zerstörung von Ismid. Das Schaden- und Zerstörungsgebiet reichte bis über die Prinzeninseln und Konstantinopel hinaus;1000 Tote.

1835, August, 23. Zerstörendes Beben am Vulkan Erdschias (Argäus), besonders au seiner Südseite. Vor allein litten Kaisarije, Kumetri, Welkeri, ilandzofer. Talwusin und 20 Dörfer der Umgegend; mehrere hundert Tote. Zahlreiche Nachbeben.1835, August, 23. Zerstörendes Beben am Vulkan Erdschias (Argäus), besonders au seiner Südseite. Vor allein litten Kaisarije, Kumetri, Welkeri, ilandzofer. Talwusin und 20 Dörfer der Umgegend; mehrere hundert Tote. Zahlreiche Nachbeben.1835, August, 23. Zerstörendes Beben am Vulkan Erdschias (Argäus), besonders au seiner Südseite. Vor allein litten Kaisarije, Kumetri, Welkeri, ilandzofer. Talwusin und 20 Dörfer der Umgegend; mehrere hundert Tote. Zahlreiche Nachbeben.

1844, im Mai. Zwischen Angora und Osmandjik zerstörendes Erdbeben; 200 Tote.

1845, Juni, 23. Kräftige Zerstörungen in Manissa ; geringere Schäden und Bergstürze in Smyrna und Unigegend.

1855, Februar, 2 8. Weitreichendes Schadenbeben mit Zerstörungen in Brussa und Unigegend; 700 Tote. Zahlreiche Bergstürze. Vgl. Fig. 440.

1862, Mitte Oktober. Zerstörung von Sögüd durch ein Erdbeben; gefühlt miede. stens bis Konstantinopel.

1864, 31 ärz, 12. Ein Erdbeben in der Ebene von Troas, gemeldet aus llissarlik, Burnabaschi und Ren Kibi.

1864, Juni 10.-14. Kräftige Erdstöße zu Tsehanak Kalessi, schwächer in Gallipoli und mindestens bis Saloniki gefühlt.

1869, Dezember, I. Zerstörendes Erdbeben am Keramosgolf, besonders zu Menteche und Marmaritza, weniger zu Ula und Mughla. Vgl. Fig. 440.

1870, Februar, 22. In Makri Erdbebenzerstörungen.

1875, Mai, 3.--5. Zerstörendes Beben zu Ischikli-Dendrli, in dessen Umgebung zahlreiche Dörfer zerstört wurden; 1312 Tote. Das Zerstörungs- und Schadengebiet umfaßte auch Diner, Uschak und Afinn-Karahissar. Bei den Nachstößen verlagerte sielt der Herd, am 12. zerstörend, nach Uschak.

1877, Oktober, 13. bis November, 1. Erdbebenschwarm auf der Insel Marmara , mit Zerstörungen.

1878, April, 15. Ausgebreitetes Erd- und Seebeben mit Zerstörungs- und Schadengebiet von -Ismid bis Brussa. Seismische Woge. 40 Tote.

1880, Mitte Mai. Bei Sitio') verursachte ein Erdbeben Küstenabbrüche, die das Dorf Ileleddi schwer in 3litleidenschaft zogen.

1880, Juli, 2 9. Erdbebenzerstörungen vor allem in Mienenneu, ferner in Kordelitt, Burnahad, Tomaso und anderen Dörfern. Schäden bis Smyrna, 3Ianissa, Kassaba und Alaschehir. Sehüttergebiet mindestens bis Samos, Chios, Lesbos und Konstantinopel.

1883, Oktober, 1 5. An der Westküste der Halbinsel Tschesme Zerstörung von Lytri und fast aller Dörfer. Schwächer auf Chios und in Smyrna. Gefühlt bis mindestens Athen.

1894, Juli, 10. Ausgebreitetes Zerstörungsbeben am Unterlauf des Sakariaflusses, vor allem in der Gegend von Adabasar bis Geiwe; viele Tote. Vgl. Fig. 440.

1896, April, 16. Schweres Schadenbeben zu Emed. Schüttergebiet bis mindestens Smyrna und Konstantinopel-Tsehataldseha.

1898. Zerstörung von Balikesri durch ein Erdbeben mit nachfolgender Feuerstnanst .

1899, September, 22. Schwere Erdbebenzerstörungen im Graben des Menderes- (Mäander-) Flusses. Große Bodenspalten in Aidin und Denisli. Vgl. Fig. 440.

1925, Mai, 1. Starke Erdstöße in Adana und Umgegend.

1928, März, 31. Zerstörendes Erdbeben im Tale des Gedisflusses. Turbali -wurde fast gänzlich, Smyrna teilweise zerstört ; 30 Tote. Schäden bis 3Ianissa, Alaschehir und Uschak hin. Gefühlt bis Athen und Kythira.

1928, Mai, 6./7. Ein kräftiges, angeblich sogar zerstörendes Erdbeben ans Eskischehir und Kutahia gemeldet.






References

Sieberg, A. (1932). Erdbebengeographie, Borntraeger.

https://archive.org/details/ErdbebengeographieByASieberg_201404